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ich sollte jetzt eigentlich an der vorlesung sein. aber hab soeben 2x70 gb hd festplatten deinstalliert, gehe heute glaubs nicht.
ich hab glaubs ne funktionsstörung namens sammelwut (neben pc-problem, da zu oft am pc). artbooks, anime, filme, kampfaufnahmen, musik. absolut krank. normale menschen (bwl-studenten, germanistikstudentinnen, automechaniker, lageristinnen, verkäuferinnen) machen das erstens nicht, und fänden das zweitens auch sehr nerdig. ich will also auch nicht. hab jetzt nur noch 370 gb. ich will langsam/graduell auf ~100-200 gb max. ich will ein eigenes musik-heimstudio machen, für das brauch ich den festplattenplatz dann wieder. aber bis es soweit ist, raus mit den hds. andere gründe waren: wenn ich mal freunde/kollegen in meiner bude habe, kann ich ihnen die anime/filme usw zeigen zusammen geniessen. aber auch ausrede, weil eben dieses mein problem verhindert, dass ich klaren kopf habe, der für das sozialisieren und freunde/kollegenfinden vonnöten ist. ich bin mit meinen gedanken ständig bei meinen dateien.

bei so einem problem (wie auch bei alkoholproblem, internetsucht, tv-sucht, sexsucht, generell (auch mentalen) zwangsstörungen)) gibt es meiner erfahrung nach zwei möglichkeiten:


1. lernen, dem drang zu widerstehen. kontrolle erlernen. in diesem meinem fall zb: keine sachen runterzuladen, auch wenn ich am pc bin. oder bei esssüchtigen: nicht zu viel zu essen, auch wenn kühlschrank voll.



vorteil: falls es gelingt, ist man herr seiner selbst, beweist willensstärke, usw.
nachteil: ständiger kampf, grosses rückfallrisiko bei menschen mit schwachem willen. generell sehr schwierig.


1. alternative: man nimmt die möglichkeit, [...] zu tun. man gesteht sich die schwäche ein und nimmt sich selbst die möglichkeit, die schlechte gewohnheit auszuüben. in meinem fall: festplatten weg. oder internet weg. oder pc weg.



vorteil: einfache lösung, totaler verzicht und abwesenheit der opportunität ermöglichen klares denken. kein ständiges mentales ringen, da einem die möglichkeit fehlt.

nachteil: geht nicht immer. hat man zb problem mit fingernägelkauen, wäre die entfernung der fingernägel eine unschöne lösung. aber bei alkoholproblem zb sehr gute lösung. ausserdem: diese methode wird von manchen als den weg der willensschwachen angesehen, da eine eigentliche konfrontation mit dem problem fehlt.

andererseits: wer ist der dümmere. derjenige, der sich seiner schwäche bewusst ist, diese eingesteht. oder derjenige der es trotzdem immer wieder mit konfrontation versucht?

zb bsp alkoholiker, was ist vernünftiger? dem alkoholiker sagen, dass er seinen wein, sein bier im kühlschrank ruhig behalten soll (weil viele normale menschen auch hin und wieder alk geniessen), aber gefälligst lernen soll, dem ständigen drang zu widerstehen?

oder ihm sagen, hey, alles alk weg, möglichst nicht an beizen vorbei, im warenhaus nicht an alkabteilung vorbei, freunde, die alk trinken ditchen usw.

auch wenn methode2 extrem, ist es doch für willensschwache menschen die vernünftigere, da praktischere. methode1 ist sehr idealistisch, da sie an den triumpf des willens glaubt.

guten morgen
29.11.06 09:06
 


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